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Kurzinterview mit Friedrich Schumann

Bildquelle: Carl Rieck GmbH

Friedrich Schumann, seit 1985 bei Carl Rieck und die letzten 24 Jahre Geschäftsführer der GmbH, steht kurz vor dem Ruhestand. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, ihm ein paar Fragen zu stellen.

Herr Schumann, wie sind Sie in die Versicherungsbranche gekommen? Was war Ihr erster Job in der Branche?

Ich habe eine klassische Ausbildung zum Versicherungskaufmann gemacht. Bei der Iduna. Wobei Lebensversicherung eigentlich so gar nicht meins ist. (*lacht*). Toll war, dass ich damals ab dem ersten Tag im Außendienst unterwegs war. Das hat Spaß gemacht. Und dann kam das Jahr 1985 und ich wurde Teil des Carl Rieck Teams.

Was waren damals Ihre Ziele und was wollten Sie erreichen?

Ehrlich gesagt hatte ich nie Ziele – aber jeden Menge Gelegenheit. Ursprünglich wollte ich VWL studieren. Dann bin ich aber nach dem Abitur drei Jahre Krankenwagen gefahren. Mit einer 50 Stundenwoche. Nach diesen drei Jahren war mir klar: Das kann und möchte ich nicht mein Leben lang tun. Ich wollte eine kaufmännische Ausbildung machen – mehr Ziele hatte ich erstmal nicht. Bei Carl Rieck ging es dann aber ab 1999 hoch her. Wir waren bankrott. Und ich bekam das Vertrauen und die Aufgabe, als Geschäftsführer das Unternehmen wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Ich hatte zwar keinen Vertrag, aber auf einem Blatt Papier standen mein Starttermin und mein Gehalt. Das reichte. Alle haben immer ihr Wort gehalten.

Was war Ihr größter Erfolg bei Carl Rieck?

Mein größter Erfolg war 1999 und die folgenden fünf Jahre. Wir haben es geschafft, aus den roten Zahlen zu kommen. Das war eine lange, harte Phase mit vielen 60-Stunden-Wochen. In dieser Zeit musste niemand das Unternehmen verlassen. Wir haben es gemeinsam geschafft und deshalb war es auch nicht mein alleiniger Erfolg. Ich teile diesen mit vielen besonderen Menschen, die damals alle an einem Strang gezogen haben. Einen Kollegen und Freund möchte ich an dieser Stelle aber hervorheben: Wolfgang Heuer. Viele werden sich noch an ihn erinnern. Er ist mit mir wirklich durch dick und dünn gegangen. Wolfgang kam 1994 zu Carl Rieck und ging 2021 in den Ruhestand – leider.

Ein weiteres Highlight ist für mich die besondere Partnerschaft mit Hiscox. 1999 waren wir einer der ersten Vertriebspartner und haben über die vielen Jahre eine sehr wertschätzende Zusammenarbeit aufgebaut.

Was würden Sie sich wünschen, was bei Carl Rieck weiterlebt?

Das ist so viel, dass ich das alles hier gar nicht aufzählen kann! Ich denke, das für mich Bedeutungsvollste war und ist aber immer, dass alle zu ihrem Wort stehen – wie damals, als ich ohne einen richtigen Vertrag gearbeitet habe. Alles basiert auf Vertrauen, das nie missbraucht werden darf. Das ist Teil der besonderen Carl Rieck DNA und ich wünsche mir auch, dass der Respekt, den sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenseitig entgegenbringen, immer einen hohen Stellenwert behält. In so Sachen bin ich ein Dinosaurier (*lacht*). Aber jetzt ist auch die Zeit gekommen, dass jemand anderes das Ruder übernimmt und die Carl Rieck GmbH in die nächste Generation führt.

Worauf freuen Sie sich am meisten im Ruhestand?

Einen konkreten Plan habe ich zwar noch nicht, aber ich habe in den letzten Jahren so wenig Zeit für Freundschaften gehabt, dass ich hier viel nachholen möchte. Ich freue mich darauf, alte Freundschaften wieder aufleben zu lassen und neue zu schließen. Viele Besuche, die ich geplant hatte, konnte ich nicht realisieren. Jetzt kommt dafür die Zeit. Außerdem kann ich mich endlich um meine Oldtimer kümmern und sie fahren. Die ersten Ausfahrten sind schon geplant und hier freue ich mich sehr, dass ich über mein Hobby den Kontakt zu den Leuten von Hiscox halten kann. Und ich möchte ausschlafen so lang und so oft ich möchte.

Autoren

Monika Heusel

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