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Insight Smart Home

Bildquellen im Artikel: Canva

Smart-Home-Technologie – oft auch als Hausautomation oder Domotik (abgeleitet vom lateinischen Wort domus, was „Zuhause“ bedeutet) bezeichnet, bietet Hausbesitzern Sicherheit, Komfort, Bequemlichkeit und Energieeffizienz. Über Smart-Home-Apps auf einem Smartphone oder einem anderen vernetzten Gerät wird die Steuerung intelligenter Geräte ermöglicht.

Als Teil des Internet of Things (IoT) arbeiten Smart-Home-Systeme und -Geräte oft zusammen, tauschen Verbrauchernutzungsdaten untereinander aus und automatisieren Aktionen basierend auf den Vorlieben der Hausbesitzer.

 

Beispiele für Smart Home Technologien

  • Smart-TVs: Diese Fernseher stellen eine Verbindung zum Internet her, um über Anwendungen wie On-Demand-Videos und Musik auf Inhalte zuzugreifen. Einige Smart-TVs verfügen außerdem über eine Sprach- oder Gestenerkennung.
  • Intelligente Beleuchtungssysteme: Intelligente Beleuchtungssysteme sind nicht nur fernsteuerbar und individuell anpassbar, sondern können auch erkennen, wann sich Personen im Raum aufhalten und die Beleuchtung nach Bedarf anpassen. Intelligente Glühbirnen können sich – je nach Tageslicht – selbst regulieren.
  • Intelligente Thermostate: Intelligente Thermostate verfügen über ein integriertes WLAN, sodass Benutzer die Temperaturen zu Hause planen, überwachen und aus der Ferne steuern können. Diese Geräte können auch das Verhalten der Hausbesitzer „lernen“ und passen die Einstellungen automatisch an, um maximalen Komfort und Effizienz zu bieten. Intelligente Thermostate können außerdem den Energieverbrauch melden und Benutzer daran erinnern, z.B. Filter zu wechseln.
  • Intelligente Türschlösser und Garagentoröffner: Hausbesitzer können intelligente Schlösser und Garagentoröffner verwenden, um Besuchern den Zutritt zu gewähren oder zu verweigern. Intelligente Schlösser können auch erkennen, wenn sich Bewohner in der Nähe befinden und dann entsprechend die Türen entriegeln.
  • Intelligente Überwachungskameras und -systeme: Mit intelligenten Überwachungskameras und Türklingeln können Bewohner ihre Häuser auch von unterwegs überwachen. Intelligente Bewegungssensoren können den Unterschied zwischen Bewohnern, Besuchern, Haustieren und Einbrechern erkennen und Benachrichtigungen an die Behörden senden, wenn verdächtiges Verhalten festgestellt wird.
  • Intelligente Haustier- und Rasenpflege: Mit vernetzten Futterautomaten lässt sich auch die Versorgung von Haustieren automatisieren, wenn dies nötig ist. Zimmerpflanzen und Rasen können über angeschlossene Zeitschaltuhren bewässert werden.
  • Intelligente Küchengeräte: Diverse Hersteller bieten smarte Küchengeräte aller Art an. Zu diesen Geräten gehören intelligente Kaffeemaschinen, die zu einer programmierten Zeit automatisch eine frische Tasse Kaffee zubereiten oder intelligente Kühlschränke, die das Verfallsdatum im Auge behalten, Einkaufslisten erstellen oder sogar Rezepte basierend auf den aktuell verfügbaren Zutaten erstellen.
  • Intelligente Haushaltsmonitore: Überwachungsgeräte für Haushaltssystem können beispielsweise einen Stromstoß erkennen und Geräte ausschalten oder auch Wasserausfälle oder eingefrorene Rohre erkennen und das Wasser abstellen, damit kein Leitungswasserschaden entsteht.
  • Intelligente Stecker: Diese werden an Steckdosen angeschlossen, um einfache Heimgeräte wie Lampen und Deckenventilatoren technisch „umzuwandeln“, sodass sie über mobile Apps oder Sprachassistenten ferngesteuert werden können.

Vorteile von Smart Home Systemen

Smart Home Systeme bietet zahlreiche Vorteile. Von der Bequemlichkeit, Haushaltsgeräte wie die Waschmaschine während der Arbeit laufen zu lassen, bis hin zum Komfort, den Thermostat an einem kühlen Wintertag aus der Ferne einzustellen.

Zu den allgemeinen Vorteilen eines Smart Homes gehören:

  • Sicherheit: Hausbesitzer können ihre Häuser aus der Ferne überwachen und so Gefahren wie beispielsweise einer nicht verschlossenen Haustür entgegenwirken.
  • Komfort: Benutzer können programmieren, dass sich ihr Garagentor öffnet, das Licht angeht und ihre Lieblingsmusik abgespielt wird, sobald sie in ihrem Ferienhaus ankommen.
  • Seelenfrieden: IoT-Geräte (Internet of Things) ermöglichen es, die Gesundheit und das Wohlbefinden älterer Menschen aus der Ferne zu überwachen.
  • Verbesserte Effizienz: Anstatt die Klimaanlage den ganzen Tag eingeschaltet zu lassen, kann ein Smart-Home-System das Verhalten des Hausbesitzers erlernen, so dass das Haus dann gekühlt wird, wenn es nötig ist.
  • Spart Ressourcen und Geld: Mit einem intelligenten Bewässerungssystem wird z.B. der Rasen nur bei Bedarf und mit der genau benötigten Wassermenge bewässert. Mit Hausautomationsgeräten und einem intelligenten Systemaufbau werden Energie, Wasser und andere Ressourcen effizienter genutzt, was dazu beiträgt, sowohl natürliche Ressourcen als auch Geld zu sparen.
  • Verwaltet Aufgaben: Intelligente virtuelle Assistenten können Aufgaben durch Spracherkennung und Sprachbefehle erledigen. Hausbesitzer können beispielsweise mithilfe von Sprachbefehlen Musik einschalten, im Internet etwas suchen oder ihre intelligenten Haushaltsgeräte steuern.

Smart Home Systeme hatten jedoch auch schon Schwierigkeiten sich durchzusetzen, was teilweise auf ihren technischen Charakter zurückzuführen ist.

Nachteile von Smart Home Systemen

Zu den häufigsten Nachteilen eines Smart Homes gehören:

  • Erfordert eine zuverlässige Internetverbindung: Eine unzuverlässige Internetverbindung oder ein Netzwerkausfall können dazu führen, dass die mit einem Smart Home verbundenen Geräte und Gadgets nicht mehr funktionsfähig sind.
  • Komplexität: Manche Menschen haben Schwierigkeiten oder mangelnde Geduld mit der Technologie. Smart-Home-Hersteller und -Allianzen arbeiten daran, die Komplexität zu reduzieren und das Benutzererlebnis zu verbessern, um es für Anwender aller technischen Ebenen angenehm und vorteilhaft zu machen.
  • Mangelnde Standards: Damit Hausautomationssysteme wirklich effektiv sind, müssen die Geräte unabhängig vom Hersteller interoperabel sein und dasselbe Protokoll oder zumindest komplementäre Protokolle verwenden. Da es sich um einen relativ neuen Markt handelt, gibt es jedoch noch keinen Goldstandard für die Heimautomation. Standardallianzen arbeiten jedoch mit Herstellern zusammen, um Interoperabilität und ein nahtloses Benutzererlebnis sicherzustellen.
  • Fragwürdige Sicherheit: IoT-Geräte bringen Sicherheitsprobleme mit sich, da viele von ihnen über keine integrierte Verschlüsselung verfügen. Darüber hinaus können sie als Zugang für sensible Daten eines größeren Netzwerks dienen und so die Angriffsfläche vergrößern. Wenn es Hackern gelingt, in ein intelligentes Gerät einzudringen, könnten sie möglicherweise das Licht und die Alarmanlage ausschalten und die Türen aufschließen, wodurch ein Haus einem Einbruch schutzlos ausgeliefert wäre.
  • Mangelnder Datenschutz: Während Hersteller von Smart-Home-Geräten und -Plattformen Verbraucherdaten sammeln, um ihre Produkte zu verbessern, sind Hacker eher an persönlichen Daten interessiert.
  • Kosten im Schadenfall: Aufgrund der rasanten Entwicklung von Smart Home Systemen veralten diese auch entsprechend schnell. Im Schadenfall gibt es für ältere Smart Home Anlagen häufig keine Ersatzteile mehr. Folglich muss alles erneuert werden und es kommt einem Totalschaden gleich.

Smart Home versichern – aber wie?

Elektronische, nicht fest verbaute Geräte sind grundsätzlich in der Hausratversicherung eingeschlossen, doch der Schutz in Standard-Deckungen ist für moderne Geräte und neue Smart Home Techniken oft nicht ausreichend. Dies betrifft die Deckungssummen wie auch die Einschränkung bei der Absicherung nur nach benannten Gefahren. Es muss eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Die bessere Wahl ist hier eine Allgefahrendeckung für den Hausrat, die auch Smart Home Systeme automatisch umfassend absichert.

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Autoren

Monika Heusel

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